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Anmerkungen zur generellen Abschaffung der politischen Parteien

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783037340592
Sprache: Deutsch
Umfang: 48 S.
Format (T/L/B): 0.4 x 20 x 12 cm
Auflage: 1. Auflage 2009
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Susan Sontag schrieb bereits 1963, jede Zeile Simone Weils lohne die Lektüre, Ingeborg Bachmann war fasziniert von der Bedingungslosigkeit der Texte Weils, Emmanuel Levinas erschreckte eben diese. Albert Camus hielt Simone Weils Werk für eine der eigenständigsten Positionen seiner Zeit. Roberto Esposito ist einer der Autoren, die in jüngster Zeit in fruchtbarer Weise auf die politische Philosophie von Simone Weil Bezug genommen haben. Eben hier schließt der Band 'Anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien' an. Simone Weil stellt folgende Grundfragen: Wie ist es um die Möglichkeit eines jeden Einzelnen bestellt, sein Urteil über Probleme des öffentlichen Lebens kundzutun? Wie lässt sich verhindern, dass in dem Moment, da das Volk befragt wird, dies im Klima kollektiver Leidenschaft geschieht? Unmöglich, von demokratisch-republikanischer Legitimität zu sprechen, wenn diese beiden Fragen nicht berücksichtigt sind. Offenkundig ist zunächst: eine Lösung muss von der allgemeinen Abschaffung der politischen Parteien ausgehen. Simone Weils Plädoyer für eine generelle Abschaffung der Parteien reicht in seiner Unbedingtheit weit über den Kontext seiner Entstehung hinaus.

Autorenportrait

Simone Weil wurde in Paris geboren. Nach ihrem Studium an der École normale supérieure arbeitete sie als Philosophielehrerin in der Provinz und war in der Gewerkschaft aktiv. 1936 engagierte sie sich auf Seiten der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg. Neben einer ständigen publizistischen Tätigkeit arbeitete sie als Fabrik- und Hilfsarbeiterin. 1942 gelangte Simone Weil auf der Flucht vor der Gestapo über Amerika nach London, wo sie als Redakteurin von »France libre« arbeitete und trotz ihres schlechten Gesundheitszustandes plante, sich als Krankenschwester an die Front versetzen zu lassen. Sie starb 1943 in London. In deutscher Sprache wurde ihr Werk verstreut veröffentlicht; die meisten Publikationen sind vergriffen. »Jede Zeile Simone Weils lohnt die Lektüre.« Susan Sontag

Leseprobe

Susan Sontag schrieb bereits 1963, jede Zeile Simone Weils lohne die Lektüre, Ingeborg Bachmann war fasziniert von der Bedingungslosigkeit der Texte Weils, Emmanuel Levinas erschreckte eben diese. Albert Camus hielt Simone Weils Werk für eine der eigenständigsten Positionen seiner Zeit. Roberto Esposito ist einer der Autoren, die in jüngster Zeit in fruchtbarer Weise auf die politische Philosophie von Simone Weil Bezug genommen haben. Eben hier schließt der Band "Anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien" an, der anlässlich des 100. Geburtstags der Philosophin erscheint. Simone Weil stellt folgende Grundfragen: Wie ist es um die Möglichkeit eines jeden Einzelnen bestellt, sein Urteil über Probleme des öffentlichen Lebens kundzutun? Wie lässt sich verhindern, dass in dem Moment, da das Volk befragt wird, dies im Klima kollektiver Leidenschaft geschieht? Unmöglich, von demokratisch-republikanischer Legitimität zu sprechen, wenn diese beiden Fragen nicht berücksichtigt sind. Offenkundig ist zunächst: eine Lösung muss von der allgemeinen Abschaffung der politischen Parteien ausgehen. Simone Weils Plädoyer für eine generelle Abschaffung der Parteien reicht in seiner Unbedingtheit weit über den Kontext seiner Entstehung hinaus und ist für das Wahljahr in Deutschland 2009 von besonderer Aktualität. Die Herausgeber leiten den Band ein, im Anschluss an Simone Weils Text folgt ein Nachwort von Andre Breton. Der Band markiert den Auftakt für eine mehrbändige Leseausgabe von Texten Simone Weils.Das Werk der Philosophin Simone Weil gilt als eines der vielfältigsten und eigenständigsten des 20. Jahrhunderts. In deutscher Sprache liegen nur ausgewählte Werke vor, oft in fragmentarischer Gestalt. Ausgehend von den politischen Texten der Autorin soll in den folgenden Jahren eine Leseausgabe erscheinen, die in gebündelter Form die wichtigsten Werke zugänglich macht. Veröffentlicht werden sollen einerseits Texte, die noch nicht auf Deutsch erschienen sind, andererseits auch bereits übersetzte Texte, die nicht mehr greifbar sind. Ziel der Edition ist es, die Grundlinien der Schriften Simone Weils einer neuen Rezeption zu erschließen. Dabei rücken vier Themenkomplexe in den Mittelpunkt: Texte zur politischen Aktion, Texte zu naturwissenschaftlich-mathematischer Reflexion, Texte zur Aktualisierung der Antike, Texte zu religionsphilosophischer Analyse. Dem Team der Herausgeber gehören an: Thomas Macho, Helen Thein, Joseph Vogl und Stefanie Wenner. Leseprobe

Inhalt

Simone Weil stellt folgende Grundfragen: Wie ist es um die Möglichkeit eines jeden Einzelnen bestellt, sein Urteil über Probleme des öffentlichen Lebens kundzutun? Wie lässt sich verhindern, dass in dem Moment, da das Volk befragt wird, dies im Klima kollektiver Leidenschaft geschieht? Unmöglich, von demokratisch-republikanischer Legitimität zu sprechen, wenn diese beiden Fragen nicht berücksichtigt sind. Offenkundig ist zunächst: eine Lösung muss von der allgemeinen Abschaffung der politischen Parteien ausgehen. Simone Weils Plädoyer für eine generelle Abschaffung der Parteien reicht in seiner Unbedingtheit weit über den Kontext seiner Entstehung hinaus und ist für das Wahljahr in Deutschland 2009 von besonderer Aktualität.

Schlagzeile

"Dass Parteien existieren, ist kein Grund, sie zu bewahren"

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